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Gesundheit3 Min. Lesezeit

Gürtelrose: Die Erkrankung, die drei von zehn Menschen irgendwann im Leben betrifft

Ausgelöst durch die Reaktivierung des Windpockenvirus tritt Gürtelrose meist nach dem 50. Lebensjahr auf – und eine frühzeitige antivirale Behandlung macht den Unterschied.

Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt. Original lesen

Etwa drei von zehn Menschen entwickeln im Laufe ihres Lebens eine Gürtelrose, meist nach dem 50. Lebensjahr. Ausgelöst wird sie vom selben Virus wie die Windpocken – und fast jeder, der Windpocken hatte, trägt es in sich.

Warum es dazu kommt

Nach einer überstandenen Windpockenerkrankung verlässt das Varizella-Zoster-Virus den Körper nicht. Es verbleibt inaktiv in Nervenzellen in der Nähe des Rückenmarks. Jahre oder Jahrzehnte später kann es sich reaktivieren, entlang eines Nervs zur Haut wandern und einen schmerzhaften Ausschlag verursachen.

Die Reaktivierung hängt mit einer Schwächung des Immunsystems zusammen, weshalb das Risiko mit dem Alter steigt und bei Menschen erhöht ist, die:

  • älter als 50 sind;
  • an Erkrankungen leiden oder Behandlungen erhalten, die das Immunsystem schwächen, wie Krebstherapien, Organtransplantationen oder HIV.

Die Symptome

Vor dem Ausschlag. Viele Menschen verspüren Brennen, Kribbeln, Juckreiz oder stechende Schmerzen an einer Hautstelle, manchmal schon Tage bevor etwas sichtbar wird.

Der Ausschlag. Rote Flecken bilden sich und entwickeln sich zu flüssigkeitsgefüllten Bläschen, typischerweise in einem bandförmigen Streifen auf einer Körperseite. In den folgenden Tagen trocknen die Bläschen aus, bilden Krusten, und der Ausschlag heilt meist innerhalb von zwei bis vier Wochen ab.

Der Rumpf ist am häufigsten betroffen, doch Gürtelrose kann an jeder Körperstelle auftreten, auch im Gesicht.

Wenn das Auge betroffen ist

Gürtelrose an der Stirn, um das Auge oder an der Nasenspitze kann das Auge selbst betreffen und Rötung, Tränenfluss, Lichtempfindlichkeit sowie in manchen Fällen bleibende Schäden verursachen. Wer in diesem Bereich einen Ausschlag bemerkt, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen.

Behandlung

Ein Arzt kann Gürtelrose meist anhand des Ausschlags diagnostizieren. Antivirale Medikamente können den Krankheitsverlauf verkürzen und die Schwere mindern, wirken aber am besten, wenn sie innerhalb von 72 Stunden nach Auftreten des Ausschlags begonnen werden – ein frühzeitiger Arztbesuch lohnt sich also. Oft ist auch eine Schmerzbehandlung nötig.

Ist es ansteckend?

Man kann sich nicht durch Kontakt mit einem Gürtelrose-Patienten mit Gürtelrose anstecken. Die Flüssigkeit aus den Bläschen kann das Virus jedoch auf Menschen übertragen, die noch nie Windpocken hatten oder nicht geimpft sind – diese könnten dann an Windpocken erkranken. Den Ausschlag abzudecken und die Hände zu waschen, hilft, dies zu verhindern.

Anhaltende Schmerzen

Manche Menschen leiden lange nach Abheilung des Ausschlags weiterhin unter Nervenschmerzen. Diese Komplikation, die postherpetische Neuralgie genannt wird, kann Monate oder sogar Jahre andauern und tritt häufiger bei älteren Menschen auf.

Impfung

Ein rekombinanter Impfstoff bietet einen starken Schutz vor Gürtelrose und ihren Komplikationen. In Spanien wird er über das öffentliche Gesundheitssystem älteren Erwachsenen gemäß dem jeweiligen regionalen Impfkalender sowie Erwachsenen mit bestimmten Risikoerkrankungen angeboten. Fragen Sie in Ihrem Gesundheitszentrum nach, ob Sie anspruchsberechtigt sind.

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