Die nach Wimbledon veröffentlichte ATP-Rangliste zeigt Jannik Sinner weiterhin komfortabel auf Platz eins, während Carlos Alcaraz nach verletzungsbedingter Absage für weite Teile der Saison auf Rang drei abgerutscht ist.
Alcaraz’ verlorene Saison
Der Murcianer verletzte sich in Barcelona am Handgelenk und fiel für einen großen Teil des Jahres aus. Nach dem ATP-System müssen Spieler die Punkte verteidigen, die sie im Vorjahr erzielt haben, und durch das Fehlen in Wimbledon, wo er eine große Punktzahl zu verteidigen hatte, verlor Alcaraz Punkte, die er nicht ersetzen konnte.
Zverevs Aufstieg
Alexander Zverev nutzte die Gelegenheit. Der Deutsche gewann seinen ersten Grand-Slam-Titel bei den French Open und erreichte anschließend das Wimbledon-Finale – Ergebnisse, die ihn auf Platz zwei hievten.
Die Top Ten
| Rang | Spieler | Punkte |
|---|---|---|
| 1 | Jannik Sinner (Italien) | 13.450 |
| 2 | Alexander Zverev (Deutschland) | 8.480 |
| 3 | Carlos Alcaraz (Spanien) | 8.160 |
| 4 | Félix Auger-Aliassime (Kanada) | 4.740 |
| 5 | Alex de Minaur (Australien) | 4.110 |
| 6 | Ben Shelton (USA) | 3.770 |
| 7 | Novak Djokovic (Serbien) | 3.760 |
| 8 | Daniil Medvedev | 3.670 |
| 9 | Flavio Cobolli (Italien) | 3.460 |
| 10 | Taylor Fritz (USA) | 3.365 |
Der Abstand zwischen den Top drei und dem Rest ist frappierend: Sinner hat mehr als dreimal so viele Punkte wie der Viertplatzierte.
Wie die Rangliste funktioniert
Die Rangliste basiert auf den besten Ergebnissen eines Spielers der vorangegangenen 12 Monate aus bis zu 19 Turnieren. Punkte, die bei einem Turnier erzielt wurden, verfallen nach einem Jahr, sodass ein Spieler das Vorjahresergebnis mindestens wiederholen oder verbessern muss, um sie zu behalten.
Alcaraz’ Comeback
Alcaraz wird in Toronto nicht antreten, peilt aber sein Comeback in Cincinnati an, vor den US Open. Da er in der restlichen Saison nur relativ wenige Punkte zu verteidigen hat, könnte eine starke Serie auf den nordamerikanischen Hartplätzen ihn schnell wieder nach oben bringen – und seine Rivalität mit Sinner im Mittelpunkt des Sports halten.