Santa Eulària des Riu hat die Restaurierung der Font de Morna abgeschlossen, eines traditionellen quellgespeisten Brunnens bei Sant Carles de Peralta, der zum ländlichen Wassererbe Ibizas gehört.
Der Brunnen
Die Font de Morna liegt neben einer alten Ölmühle, auf Ibiza als trull bekannt, und ist von Trockenmauerterrassen umgeben. Gespeist von einer natürlichen Quelle, ist sie einer von vielen Brunnen, Zisternen und Kanälen, die einst die Bauernhöfe der Insel versorgten. Der Ort steht im kommunalen Katalog des historischen Erbes unter Schutz.
Warum Sanierungsbedarf bestand
Über die Jahre hatten herabstürzende Steine vom steilen Hang hinter dem Brunnen die Substanz beschädigt. Die Felsstürze rissen den Bogen auf, beschädigten den Quellaustritt und unterspülten die Terrassenmauern. Ohne Eingriff bestand Einsturzgefahr.
Was getan wurde
- Zunächst wurde der Hang gesichert, um weitere Felsstürze zu verhindern und die Baustelle zu schützen.
- Der Bogen wurde neu aufgemauert mit unregelmäßigen Trockenmauersteinen, in der ursprünglichen Bautechnik.
- Das Mauerwerk wurde gekalkt, ein traditioneller Anstrich, der den Stein schützt und gleichzeitig atmen lässt.
- Der Quellaustritt wurde instand gesetzt, damit das Wasser wieder ungehindert fließen kann.
Das Team nutzte Archivfotos, um sicherzustellen, dass der restaurierte Brunnen seinem historischen Erscheinungsbild so weit wie möglich entspricht.
Öffentlich-private Partnerschaft
Die Arbeiten erfolgten in Zusammenarbeit zwischen dem Rathaus von Santa Eulària und der Atzaró-Gruppe, die die Restaurierung für 14.479 Euro finanzierte und durchführte.
Bürgermeisterin Carmen Ferrer lobte die Zusammenarbeit und erklärte, das Unternehmen investiere Erlöse aus seinen Wohltätigkeitsveranstaltungen ins kommunale Erbe. Sie ermutigte andere Betriebe, diesem Beispiel zu folgen, da die Pflege von Orten wie der Font de Morna die lokale Identität stärke und sie für künftige Generationen erhalte.
Warum diese Orte wichtig sind
Ibizas Brunnen, Zisternen, Wasserräder und Bewässerungskanäle zeugen davon, wie die Inselbewohner jahrhundertelang mit knappem Wasser haushielten. Viele sind Verwahrlosung oder Bebauung zum Opfer gefallen. Restauriert sind sie nicht nur ein Bindeglied zur bäuerlichen Vergangenheit der Insel, sondern auch Teil der ländlichen Landschaft, durch die heute Einheimische und Besucher wandern.